Gibt es etwas Herrlicheres als Frühling und Ferien? Der gestrige strahlend schöne Tag war die perfekte Kulisse für die Umsetzung unseres Projekts «Kräuterbeet», welches wir schon länger mit uns herumtrugen.
Unsere grosse Terrasse lädt geradezu ein, so richtig viele Pflanzen und Kräuter draufzustellen. Der Kräutergarten 2009 umfasste ja schon nicht ganz wenige Kräuter, aber da waren noch mehr, die ich auch gerne gehabt hätte. Der Platz auf dem Balkon war damals jedoch mit 10 m² ziemlich beschränkt. Nun aber stand dem mit den 42 m² Terrasse vorne und 15 m² hinten nichts mehr im Weg!
Bloss: So viele Töpfe? Irgendwie weder praktisch noch hübsch… So entstand schon bald der Plan, ein Kräuterbeet zu bauen. Nachdem wir uns schon etwas länger nach Ideen und geeignetem Material umgesehen hatten, wurde das Projekt gestern in Angriff genommen.
Für die Beeteinfassung hatten wir erst ein modulares Stecksystem aus Holz gesichtet, welches aber ganz schön kostspielig war. Bei H***bach entdeckten wir dann jedoch fertige Pflanzkübel aus Holz mit Kunststoffeinsätzen, die sich aber leicht auseinanderbauen lassen. Manchmal kann simple Verarbeitung von Vorteil sein…
Für das Beet haben wir zwei Kübel von 180×40 cm und einen von 60×40 cm mitgenommen. Dazu noch zwei 120×40 cm für Peperoni & Co., die unverändert zum Einsatz kommen werden. Gut, wenn man in so einem Fall einen Bruder hat, dessen Auto für sowas die perfekte Passform hat:
Kostenpunkt: ca. die Hälfte des Stecksystems. Mit der Ladung zuhause angekommen, ging das grosse Schrauben und Hämmern los und die Pflanzkübel …
… wurden in ihre Einzelteile zerlegt:
Die Kunststoffeinsätze werde ich wahrscheinlich für weitere Peperonisämlinge verwenden. Ich habe schon fünf Sorten ausgesät – leider bis jetzt erst bei eineinhalb mit Erfolg –, zwei Sorten warten noch auf die Aussaat. Davon sind drei Peruaner (Rocoto, Ají Escabeche und nicht näher bekannter Ají), die mir Bruderherz von da zur Anzucht mitgebracht hat.
Weiter geht’s mit dem Kräuterbeet! Aus den Längsseiten der Beetkübel wurde nun ein Rahmen von ca. 350×60 cm zusammengeschraubt. Als nächstes haben wir in der passenden Fläche die Terrassenbodenplatten weggehoben. Darunter liegt eine ca. fünf Zentimeter dicke Schicht aus runden Kieseln. Perfekte Drainageschicht für das Beet!
Damit sich die Erde nicht mit den Kieseln mischt und die Kräuter hoffentlich auch nicht zu fest unter die Platten wurzeln, haben wir zwischen Drainage und Holzrahmen Vlies gelegt:
Ganz nebenbei ist das Entfernen der Bodenplatten und Verwenden des Vlieses ganz nützlich, wenn die Terrasse irgendwann mal wieder in den Originalzustand zurückversetzt werden muss… Aber jetzt ist erstmal Kräuterbeet angesagt! Der Holzrahmen schluckte über 400 Liter Erde – die Landi-Leute werden nicht schlecht gestaunt haben, als wir nach den ersten 300 Litern nochmal über 100 geholt haben…
Inzwischen fix und fertig, konnten wir das Beet aber dennoch nicht so unbepflanzt stehen lassen. Also Kräuter her und Anordnung überlegt! Nach reichlich Buddelei und bestückt mit den von der Schwiegerfamilie zu Weihnachten geschenkt bekommenen Kugellampen präsentiert sich unser Kräuterbeet nun so:
Im Beet bereits Platz genommen haben Petersilie, Coca-Cola-Strauch, Zitronenmelisse (noch etwas im Winterschlaf), Rosmarin, Schnittlauch, zwei Thymian, Currykraut und Dost (andere nennen ihn Oregano
). In die Lücken werden noch Dill, Estragon, Majoran, Kerbel und Basilikum gepflanzt. Die Sämlinge sind aber momentan noch etwas klein für die freie Wildbahn und dürfen noch ein paar Tage drin verbringen.
Wir sind ziemlich stolz auf unser gestriges Tageswerk und freuen uns darauf, mit den leckeren Kräutchen zu kochen!
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Das sieht wunderschön aus und ich bin wirklich beeindruckt, wie Ihr das zuwege gebracht habt! Glückwunsch!
Vielen Dank für die Blumen!
Wir hoffen jetzt einfach, dass sich das Beet bewährt und keine Haken und Ösen auftauchen.
LG
Vroni
Na guck schön, kleine Anmerkung von mir, ich hoffe für eure Kräuter das ihr als unterste schicht, im Blumenkasten 1-2 cm Sand oder Kies habt, da käufliche Blumenerde in den meisten Fällen keine gesunde Grundlage für Gewürzkräuter ist. Da sie überwiegend aus Torf besteht. Falls ihr es versäumt habt der Blumenerde zusätzlich Sand beizumischen, solltet ihr dies bevor die Pflanzen gewurzelt haben, noch nachträglich machen. Außerdem brauchen auch Kräuter Dünger, da in der gekauften Blumenerde meist ein Startdünger bei ist, ist es Ratsam eine Langzeitkomponente mit einzuarbeiten. Hierfür eignen sich Hornspäne wunderbar. Da sie für das ganze Jahr ausreichend sind für eure Kräuter. So nun soviel dazu und viel Spaß beim ernten. Gruß Jan
Aber Jan, natürlich haben wir auf dich gehört (vor allem, da sich deine Ratschläge schon so ziemlich mit unseren Plänen deckten
) und auf einen guten Sandanteil geachtet. Hornspäne als Langzeitdünger unterzumischen, könnten wir allerdings noch nachholen!
Danke für den Tipp und liebe Grüsse!
Vroni